Der Reinighof wird seit
1977 von uns belebt und bewirtschaftet. Wir sind zur Zeit
5 Erwachsenen und
2 Kids. Das Süppchen, das wir Kochen, besteht aus Eigenverantwortung,
Selbstbestimmung, und sozialen, menschenfreundlichen Umgangsformen.
Was das Feuer manchmal kleiner werden läßt oder auch alles ab und zu zum Überkochen bringt, liegt in der Tiefe der menschlichen Natur:
'Lernen ist herausfinden, was Du bereits weißt.'
'Handeln ist zeigen, daß Du es weißt.'
(Richard Bach)
Einmal in der Woche halten wir ein Plenum ab, zur Koordination und Organisation aller bereichsübergreifenden Arbeiten und Projekte, der gemeinsamen Fahrzeuge, der Finanzen und der Aufnahme von Besuchern und neuen Mitgliedern. Wir teilen uns die Koch-, Putz-, Sozialdienste, essen gemeinsam, streiten und diskutieren über unsere Interessen, Vorstellungen und den Alltag. Wir lassen uns immer wieder gerne befruchten von der Andersartigkeit des Anderen.
Nach getaner Arbeit sitzen wir oft noch bis Mitternacht zusammen, um über anstehende Projekte und Entwicklungen zu sprechen. Denn Entscheidungen werden bei uns nach dem Konsensprinzip getroffen - und das braucht manchmal viel Zeit. Mehr Zeit, als wenn es einen Chef gibt, der über den Rest der Leute bestimmt.
Aber dafür sind wir, wenn eine Entscheidung dann gemeinsam gefällt wurde, auch alle im Boot. Klar gibt's oft Kompromisse, müssen Wunschvorstellungen der Realität weichen und sind Problemlösungen oft verzwickt. Da jedoch alle am Entscheidungsprozess von Anfang an beteiligt sind, ist keiner außen vor, die Fürs und Widers sind für alle ein-sehbar.
Viel Arbeit - immer noch Pionierarbeit - stecken wir in die Realisierung einer fairen und ganzheitlichen Lebens- und Arbeitsweise. Was uns viel Spaß bedeutet ist der Raum für Ideen und - ganz Wichtig - die Möglichkeit in und mit der Natur zu leben und zu arbeiten.

...unser Hof
Der direkte Kontakt zwischen Erzeuger und Kunden ist uns wichtig und hat für beide Seiten Vorteile. Für uns, wie für viele kleinere Landwirtschaftsbetriebe, ist die Produktion von Qualtität statt Quantität und die Ausschaltung des Zwischenhandels die einzig reele Chance, wirtschaftlich zu überleben.
Für den Kunden wiederum ist das Einkaufen beim Erzeuger die einzige Möglichkeit, sich konkret an Ort und Stelle über die Art der Tierhaltung, die Herstellung der Lebensmittel und über Methode und Praxis der Schäferei zu informieren.
Der persönliche Kontakt schafft Vertrauen.
Da nicht alle Waren bei uns hergestellt werden, wurde es auch immer wichtiger nachzuforschen, was bei der Herstellung oder Weiterverarbeitung passiert und verwendet wird. Inzwischen haben wir dicke Mappen, in denen entweder im eigenen Auftrag oder von unseren Zulieferanten Prüfberichte aus anerkannten Umweltlaboratorien einsehbar sind. Um das übersichtlicher zu gestalten, streben wir ein einheitliches "Öko-Label" für die meisten Produkte an.
Wir sind grundsätzlich bemüht, unseren Wissensstand zu unseren Produkten, Wolle, Felle und Leder, und deren Verarbeitung auf dem neusten Stand zu halten. Dabei stoßen wir immer wieder auf Verbesserungsmöglichkeiten und Alternativen.
Trotz der für uns hohen Kosten lassen wir die Rohmaterialien, die wir dazu kaufen, in Umweltlabors überprüfen. Wir betreiben keinen Transporttourismus, größtenteils sind die Waren aus Deutschland. Die Weiterveredelung erfolgt nur in kleinen Betrieben hier in Deutschland.
Die ganz mißtrauischen Zeitgenossen, die gerne sehen möchten, wie, woher, warum und was, laden wir allerherzlichst zu einem Hofbesuch ein!